Jahreskonzert 2014

Spielfreude und Leidenschaft in ausverkaufter Festhalle

Besondere Ehre für Elisabeth Weißer

 Südkurier 14.10.2014 / Praxedis Dorer

Furtwangen -  Schwarzwald-Harmonika-Orchester begeistern das Publikum in Furtwangen restlos und präsentiert mit den anderen Orchestern Akkordeonmusik auf höchstem Niveau.

Das Schwarzwald-Harmonika-Orchester (SHO) Furtwangen ist beim Jahreskonzert in der Festhalle einmal mehr seinem Ruf gerecht geworden, Akkordeonmusik auf höchstem Niveau zu präsentieren. Das spielfreudige Orchester meisterte mit unschlagbarer Perfektion seine Aufgabe und es war schon eine wahre Freude, die leidenschaftlich dirigierende Uta Borho zu beobachten. „Die machen alles mit, was ich so will. Das ist nicht selbstverständlich“, wandte sie sich am Ende dankend an ihr Orchester.

Auch die Vorsitzende Brigitte Sauerburger betonte die gute Probenarbeit der Dirigentin, die nun seit 16 Jahren das Orchester erfolgreich dirigiert. Gerade im Hauptstück des Abends, „Transylvania“ von Helmut Quakernack, hatte sich Uta Borho für eine besondere Herausforderung entschieden. 9/8- oder 7/8-Takt-Hürden wurden problemlos gemeistert, Trommeln und Pauken unterstützten das mal aufschreiende, mal sensible Orchester, das von der Souveränität der Dirigentin zehrte. Viel Beifall in der ausverkauften Festhalle war gewiss.

Wie mit einem Knall ließ Dirigentin Uta Borho den Slawischen Tanz Nr. 1 von Antonin Dvorák eröffnen. Schnelle Läufe drückten die berauschende Lebensfreude des Stückes aus. Durchatmen durften die Musiker dann bei den nächsten beiden von Wolfgang Ruß arrangierten Stücken, „Wave“ und „Sway“. Hier übernahm Björn Härter, der Ehemann von Spielerin Sabine Kienzler, den gesanglichen Solopart und erntete für seine coole Umrahmung viel Applaus. Da passte auch seine Zugabe mit dem bekannten „Gigolo“ hervorragend.

Die Verbindung zum Gastorchester aus Marktheidenfeld kam über den ehemaligen SHO-Spieler Thorsten Harter. Die 25 Spielerinnen und Spieler, deren Altersspanne zwischen elf und 76 Jahren lag, eröffneten unter Leitung von Alma Flammersberger mit „Jigue“ ihren abwechslungsreichen Konzertteil, der ganz ohne Schlagzeuger gemeistert werden musste. Dieser hatte sich am Tag zuvor die Schulter gebrochen und so versuchte die Dirigentin mal mit Fußstampfen, mal mit einer Rassel in der Hand die rhythmische Unterstützung zu ersetzen. Gerade beim Stück von Jacob de Haan „Conterto d'amore“ war dies eine echte Herausforderung für das Orchester. Charmant und interessant auch das „Tweaked“ von Ronny Fugmann. Gerade so wie es Ansager Pfarrer Joachim Sohn mit „Gezwickt“ übersetzt hatte, ließen die Stimmen die Melodie erklingen. Mit einem Sprung in die Rock- und Popmusik beendete das Orchester nach begeistertem Applaus den Konzertabend. Auch das Jugendorchester hatte beim Jahreskonzert seinen Auftritt.

 Südkurier 15.10.14 / Praxedis Dorer

Besondere Ehre für Elisabeth Weißer

Furtwangen - Eine besondere Ehrung durfte Elisabeth Weißer beim Jahreskonzert des Schwarzwald-Harmonika-Orchesters Furtwangen entgegennehmen. Seit 60 Jahren spielt die engagierte Spielerin im Verein und ist somit die erste, die diese langjährige Mitgliedschaft erreicht.       

Drei Dirigenten leiteten seither das Orchester: Otto Dufner, Dieter
Kienzler und Uta Borho. So verlieh ihr die Bezirksvorsitzende
Schwarzwald-Baar, Luitgard Straub, im Namen des deutschen
Harmonikaverbandes die Ehrennadel in Gold. Seit 1989 ist Elisabeth
Weißer Ehrenmitglied des SHO. „Sie hat alle Jahreskonzerte mitgespielt
und ist sogar aus dem Urlaub heimgefahren, um die Probe nicht zu
verpassen“, wusste die SHO-Vorsitzende Brigitte Sauerburger über die
engagierte Spielerin, die mit der Diatonischen Handharmonika
leidenschaftlich gerne die vierte Stimme spielt. Elisabeth Weißer war
gerührt und dankte für die Ehrung. „Es war eine tolle Überraschung,
besonders die Bilder haben mir gefallen“, betonte sie, denn während das
Orchester den Ehrungsmarsch „Feuert los“ spielte, lief eine
Bilderpräsentation über Elisabeth Weißer im Hintergrund ab.