Jahreskonzert 2016

Mit Schwung in den Norden

Beim Jahreskonzert des Schwarzwald-Harmonika Orchesters Furtwangen (SHO) kamen die Besucher in den Genuss einer musikalischen Reise nach Skandinavien. Nordische Sagen und Mythen wurden zu einem donnernden Feuerwerk, gespickt mit gefühlsvollen Gesangseinlagen von Sabine Kienzler und Stefanie Morys.

Furtwangen – Thank you for the music“ (Danke für die Musik) – passender hätte das SHO den allgemeinen Publikumstenor am Ende des Jahreskonzertes nicht ausdrücken können, denn die Begeisterung war groß.

Anspruchsvolle Literatur hatte Dirigentin Uta Borho wieder für ihr Orchester ausgewählt und präzise und elegant wurde diese in jeder Linie umgesetzt. Eines der Hauptstücke war Nordland von Ralf Schwarzien. „Anfangs waren wir sehr skeptisch, ob das gefällt“ erinnerte sich Brigitte Sauerburger, doch die begeisterungsfähige Dirigentin schaffte das Unmögliche und ließ diese außergewöhnliche, symphonische Suite zu einem Lieblingsstück für Akteure wie Gäste werden.

Ansager Joachim Sohn sorgte mit passender Information dafür, dass der schwerfällige Riese oder die huschenden Trolle gut vorstellbar wurden. Fremdartige und mystische Klangelemente gefielen auch „In der Halle des Bergkönigs“, wo die galoppierenden Finger der Spielerinnen und Spieler das Hauptthema optimal übertrugen.

Auszüge der „Peer-Gynt-Suite“ von Edvard Grieg fesselten gleich mehrfach die Zuhörer, so auch, als Stefanie Morys mit ihrem klaren Sopran „Solveigs Lied“ vortrug, begleitet vom Akkordeonensemble mit Karin Kienzler, Heike Schandelmaier, Claudia Kienzler, Corinne Höflich, Andrea Weis, Brigitte Weißer und Uta Borho. Zusammen mit ihrer Schwester Sabine Kienzler sang sie „Gabriellas Song“ und „Ich gehör nur mir“ aus dem Musical Elisabeth. Mit der „Dänischen Rhapsodie“ eröffnete das Ensemble schwungvoll seinen Part.

Dirigentin Uta Borho leitete präzise ihr Orchester, das gerade noch genügend Platz auf der Bühne hatte und es war eine Freude, sie bei ihrem Dirigat zu beobachten.

Nicht nur die Musik erinnerte an die nordischen Länder, auch der Elch auf dem Tisch oder die Bilderpräsentation im Foyer rundeten den Ausflug nach Norden harmonisch ab. (pdo)

Die Eröffnung des Konzertes übernahm die Akkordeonjugend. Die vier Akkordeons wurden durch drei Keyboards, Bass und Elektronium verstärkt. Daniel Dorer sagte die Musikstücke an und als einige Erwachsene sich zur Verstärkung dazu gesellten, da erklärte er trocken: „Uta meint, des kriege mir it na. Bei so scheene Maidli sag mer it nei“ und alles lachte. So konnten alle mit „Hey Pippi Lang
strumpf“ und „Night in Copenhagen“ loslegen. Wer gerne im Jugendorchester mitspielen möchte, kann sich jederzeit an die Vorsitzende Brigitte Sauerburger wenden (pdo)